Beeren

Überall leuchten die Beeren! Aber manche sind giftig...

Knallrot, blau und schwarz sind die Beeren jetzt beim Spaziergang oder auch im Garten auf den Sträuchern zu finden. Und viele sind in der Höhe geradezu ideal für kleine Kinderhände. Aber nicht alle Beeren sind genießbar und manche sind richtig giftig.

Aber zunächst eine kleine Entwarnung: Giftige Pflanzen oder Beeren schmecken in der Regel nicht sehr gut und die Kinder spucken sie sofort wieder aus. Außerdem probieren Kinder erst mal nur eine Beere. Nur in jedem 70. Fall führt der Verzehr von Pflanzen oder Beeren heimischer Pflanzen bei Kindern zu schweren Vergiftungserscheinungen. Um die Giftigkeit einer Pflanze oder Beere in einem konkreten Fall abzuschätzen, spielen viele Faktoren eine Rolle: Hat das Kind vorher gegessen? Wie reif war die Beere? Welche Teile einer Pflanze wurden wirklich verschluckt? Manche Pflanzenteile müssen auch gekaut werden, um überhaupt giftig zu sein.

Was tun, wenn Ihr Kind nun doch eine Pflanze oder Beere erwischt hat?

Als erstes: Ruhe bewahren. Auf keinen Fall sollten Sie das Kind zum Erbrechen bringen. Das kann erst recht gefährlich sein und zu Verschlucken führen. Nehmen Sie die Beeren/Pflanze mit oder machen Sie zumindest ein Photo davon und rufen Sie die Vergiftungshotleine an (für München 089-19240). Hier wird man Ihnen viele Fragen stellen, unter anderem: Wie alt und wie schwer ist Ihr Kind? Wie viele Beeren hat das Kind gegessen? Wann genau? Hat es Symptome? Wenn ja, welche? Wird Ihnen geraten, Ihr Kind einem Arzt vorzustellen oder ins Krankenhaus zu fahren, bringen Sie auch hier unbedingt die Beeren oder Pflanzen mit. Das erleichtert das weitere Vorgehen.

Was können Sie vorbeugend tun?

Bestehen Sie in Ihrer Familie darauf, dass draußen in der Natur Beeren und Pflanzen erst von Mama oder Papa probiert werden müssen, bevor sie gegessen werden können. Überprüfen Sie Ihren Garten. Viele heimische Pflanzen wie beispielsweise Eibe, Engelstrompete oder Eisenhut sind giftig. Und bei gemeinsamer Gartenarbeit können die Kinder spielerisch lernen, zwischen Zierpflanzen und solchen, die man essen kann, zu unterscheiden. Und den kleinen Gärtnern macht Unkraut jäten richtig Spaß!

Haben Sie noch Fragen? Ihre Kinderärztin berät Sie gerne.

Herzliche Grüße,

Ihre Kinderärztin Dr. med. Anette Meidert